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(pol) Am Dienstagnachmittag, 5. November, kam es vor allem im Bereich der Stadt Lörrach, Weil am Rhein, Rheinfelden, Bad Säckingen und Hausen im Wiesental zu mehreren versuchten Betrügereien am Telefon.

Neun der gemeldeten Anrufe blieben glücklicherweise ohne Erfolg, da die  Geschädigten den Betrug bemerkten. Die Anrufer forderten in fast allen Fällen unter Vorspiegelung falscher Behauptungen, dass sie dringend Geld benötigen würden. Hierbei gaben sie sich als Bekannte oder auch Enkel der Angerufenen aus.

Teilweise wurde behauptet, dass man sich nach einem Unfall in einer Notlage befinden und dringend Geld benötigen würde. Leider kam es in zwei Fällen jedoch tatsächlich zu einer Geldübergabe. Einer der Fälle ereignete sich in Lörrach, im Bereich der Wallbrunnstrasse: Durch geschickte Gesprächsführung am Telefon gelang es der betrügerischen Anruferin, sich gegenüber einer Seniorin als Schwägerin auszugeben. Hierbei gab die Betrügerin vor, dringend Geld für einen  Immobilienkauf zu benötigen. Die vermeintliche Schwägerin gab an, das Geld bei  der Geschädigten nicht persönlich abholen zu können, weswegen anschliessend absprachegemäss das Geld an einen fremden Mann übergeben wurde.

Der Frau entstandhierdurch ein Schaden im mittleren fünfstelligen Bereich. Von dem tatverdächtigen Mann, der das Geld abholte, liegt folgende Beschreibung vor: Er war etwa 35 Jahre alt, ungefähr 180 cm gross, hatte dunkle kurze Haare und südländisches Aussehen. Er sprach deutsch ohne erkennbaren Dialekt oder Akzent. 

Zeugen, die gegen 15:30 Uhr verdächtige Wahrnehmungen im Bereich der Wallbrunnstrasse gemacht haben oder sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst in Bad Säckingen, 0049 7761 934-500, zu melden.

Bei dem weiteren Fall, der sich in Lörrach im Bereich Georges-Köhler-Strasse / Imbachweg ereignete, gelang es der mutmasslich selben Betrügerin, sich gegenüber der Seniorin als gute Bekannte auszugeben. Auch hier überzeugte die Betrügerin die Seniorin, für einen Immobilienkauf dringend Geld zu benötigen. In diesem Fall wurde die Frau im Anschluss zusätzlich von einem angeblichen Notar angerufen, der ihr die Richtigkeit des Immobilienkaufs zusicherte. Die Seniorin übergab daraufhin, wie zuvor mit dem Notar besprochen, einem vermeintlichen Boten einen Geldbetrag im unteren fünfstelligen Bereich. Der tatverdächtige Mann, der das Geld abholte, wurde wie folgt beschrieben: Ca. 35-40 Jahre alt, ungefähr 170 cm gross, dunkle Haare. Er trug eine Hornbrille, war mit einem dunklen Anorak, einer dunklen Hose und einer Kapuze bekleidet. Wer im Zeitraum von 13:30-15:00 Uhr im Bereich Georges-Köhler-Strasse / Imbachweg verdächtige Personen oder Fahrzeuge bemerkte oder sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich ebenfalls mit dem Kriminaldauerdienst in Bad Säckingen, 0049 7761 934-500, in Verbindung zu setzen.

 Tipps Ihrer Polizei gegen den Enkeltrick: Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selbst mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie den Anrufer dazu auf, seinen Namen selbst zu nennen. 

Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann. Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahestehenden Personen. Übergeben Sie niemals Wertsachen an unbekannte Personen. Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, dann informieren Sie unverzüglich Ihre örtliche Polizeidienststelle.

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